Rückblick & Impressionen

Der 11. Tag der Lehre stand ganz im Zeichen von «klugen Köpfen»: Lehrenden und Studierenden also, die sich mit besonderem Engagement in der Lehre hervortun. Einen Vorgeschmack auf den Tag der Lehre gab es dabei schon ab Anfang der Woche im Lichthof zu bestaunen: Im Rahmen einer Posterausstellung präsentierten sich zahlreiche innovative Projekte, die aus dem kompetitiven Lehrkredit gefördert werden, sowie Lehrprojekte, die im Rahmen des CAS Hochschuldidaktik entstanden sind.

Posterwalk von oben
Die Posterausstellung im Lichthof mit verschiedenen thematischen Walks.

Kluge Köpfe im Fokus

Der Tag der Lehre selbst startete mit einem vielfältigen Angebot an den Fakultäten und Instituten. Am Deutschen Seminar beispielsweise konnten Interessierte an fünf interaktiven Stationen über die Lehre reflektieren, an einer Pinnwand konstruktive Kritik anbringen und am Ende im Rahmen eines Round-Table-Gesprächs ihre Eindrücke diskutieren. Das Slavische Seminar diskutierte darüber, ob kluge Köpfe digitale Köpfe sind, am Institut für Erziehungswissenschaften ging es um die kluge Gestaltung von Leistungsnachweisen und das Historische Seminar dachte darüber nach, wie man „Klug schreiben lehren“ kann.

Lehre am Ende?

Der Nachmittag bot die Gelegenheit, an der zentralen Veranstaltung zum Thema «Lehre am Ende?» darüber zu diskutieren, wie zeitgemäss «traditionellere» Formen der Lehre im Angesicht der Digitalisierung und in Zeiten vielfältiger Online-Lehrformate noch sind. Die Anatomin Prof. Dr. Caroline Maake, der Jurist Prof. Dr. Thomas Gächter und der Japanologe Dr. Guido Gefter, die am Tag der Lehre für ihre konstant herausragenden Leistungen in der universitären Lehre ausgezeichnet wurden, standen dabei Rede und Antwort. Das Thema bewegte erwartungsgemäss die Gemüter und es kam zu einem regen Austausch. Bei allen Vorzügen digitaler Medien herrschte doch auch Einigkeit darin, dass die Begeisterung Lehrender für das eigene Fach, das Berücksichtigen studentischer Bedürfnisse und ein insgesamt guter Kontakt zwischen Lehrenden und Studierenden entscheidender für die Qualität der Lehre sind als die Frage, welche Medien/Tools genutzt werde – und dementsprechend konnte die Titelfrage klar beantwortet werden: Nein, die traditionelle Lehre ist keinesfalls am Ende!

Lorbeer-Preisträger*in diskutieren
Prof. Dr. Thomas Gächter, Prof. Dr. Caroline Maake, Dr. Guido Gefter und Myriam Steinbrecher diskutieren darüber, ob Lehre am Ende ist.

Lorbeer-Preise und Würdigungen 

Die feierliche Abschlussveranstaltung in der gut gefüllten Aula bildete den Höhepunkt eines gelungenen Tages. Prorektorin und Vize-Rektorin Prof. Dr. Gabriele Siegert führte durch den musikalisch vom Dave Ruosch Trio begleiteten Abend und verlieh zunächst den «Spezialpreis für ausgezeichnete Lehre: die goldene Lehr-Lorbeere» an Prof. Dr. Caroline Maake, Prof. Dr. Thomas Gächter und Dr. Guido Gefter. In der anschliessenden Podiumsdiskussion sprachen die Preisträgerin und die Preisträger sowie eine studentische Vertreterin über die Essenz guter Lehre und weshalb kluge Köpfe dafür unentbehrlich sind. Nach der Laudatio des Rektors Prof. Dr. Michael Hengartner wurden schliesslich die Semesterpreisträger*innen ausgezeichnet und die Zertifikate für die Absolvent*inn*en des Teaching Skills Programms und des CAS Hochschuldidaktik überreicht. Eine Premiere stellte ausserdem die Übergabe der Zertifikate für das von der Hochschuldidaktik angebotene Tutor*innen-Qualifikationsprogramm dar.

Abschlussveranstaltung Aula
Rektor Prof. Dr. Michael O. Hengartner hält eine Laudatio auf die Preisträger*innen und Zertifikatsempfänger*innen in der gut gefüllten Aula.

Nach dem Tag der Lehre ist vor dem Tag der Lehre

Am anschliessenden Apéro gab es neben einer durch Frank Brüderli betreuten Fotoecke nochmals Gelegenheit, sich an der Posterausstellung über innovative Lehrprojekte an der UZH zu informieren – oder einfach den ereignisreichen Tag bei einem Glas Sekt ausklingen zu lassen.
Wir bedanken uns bei den engagierten Lehrenden und Studierenden für die spannenden und inspirierenden Diskussionen und freuen uns bereits auf den nächsten Tag der Lehre, der am 4. November 2020 stattfinden wird! 
 

(Bilder: UZH, Frank Brüderli, Hochschuldidaktik)