Programm zentrale Veranstaltungen

Calibrated Peer Reviewing - Wissenschaftliches Schreiben in grossen Veranstaltungen

Prof. Dr. Sara Fabrikant

Prof. Dr. Sara Fabrikant, 13:00-14:00 - KOL G 210

Das vom kompetitiven Lehrkredit geförderte Projekt "Calibrated Peer Reviewing" (CPR) besteht aus einer didaktischen Methode und der dazu verwendeten, empirisch getesteten Software, die das Ziel hat, die Schreibkompetenzen von Studierenden in Veranstaltungen mit vielen Teilnehmenden zu fördern. Das Lernkonzept besteht darin, dass Studierende anhand von Beispielen sowohl das Verfassen der eigenen schriftlichen Arbeiten, wie auch das kritische Bewerten anderer Arbeiten einüben. Dabei lernen sie konstruktive Rückmeldungen zu geben, zu empfangen und selber einzuordnen. Die Studierenden können eine Beurteilung durch Dozierende einfordern, sollten sie mit ihrer Beurteilung von den Peers unzufrieden sein. So erhalten Studierende auch strukturierte Rückmeldungen von eigenen Arbeiten und lernen dieses Feedback einzuordnen. Das regelmässige Verfassen von schriftlichen Arbeiten und das Einüben von kritischen, konstruktiven und strukturierten Rückmeldungen (Peer Review) sollen bereits zu Beginn des BSc-Studiums erlernt werden (z.B. in grossen Einführungsveranstaltungen). Somit wird die Schreibkompetenz gefördert, die Qualität der Arbeiten gesteigert und die Fähigkeiten des Schreibens und Beurteilens im MSc-Studium erweitert. Darüber hinaus wird der gesamte Bewertungsprozess schriftlicher Arbeiten effizienter.

Dreamteam tutorielle Lehre: (Ideale) Szenarien für die Zusammenarbeit zwischen Tutor*innen und Dozierenden

Dr. Stefan A. Keller

Dr. Stefan A. Keller, 13:00-14:00 - KOL E 13

Bis zu 800 Studierende unterstützen jedes Semester die Dozierenden der Universität bei ihrer Lehrtätigkeit – als Tutor*innen, Mentor*innen, Coaches, in Laborpraktika, Sprachtutoraten, in Online-Foren. Sie beraten, begleiten, betreuen oder bewerten Studierende resp. ihre Leistungen und/oder unterstützen die Dozierenden in administrativen Belangen. Um dieser Arbeit Wertschätzung entgegenzubringen, hat die Hochschuldidaktik das Qualifikationsprogramm "Start! Tutor*innenqualifikation@UZH" ins Leben gerufen. Darin spielt die spezielle Rolle der Tutor*innen im Verhältnis zu den Studierenden und die Möglichkeiten und Herausforderungen dieser speziellen Funktion eine zentrale Rolle.

Doch wie ist es eigentlich um das Verhältnis zwischen Tutor*innen und den Dozierenden bestellt? Welche Formen der Zusammenarbeit gibt es, genügen sie oder sind Verbesserungen wünschenswert? Wo liegen die Möglichkeiten und wo die Herausforderungen dieser Zusammenarbeit, wie könnte man sich das ideale "Dreamteam tutorielle Lehre" vorstellen? Ist ein Tutorat als akademische Nachwuchsförderung oder lediglich als temporäre Unterstützungsarbeit zu betrachten?  Auf diese und andere Fragen versucht der Workshop erste Antworten zu finden.

LiteraturWissen

Prof. Dr. Daniel Müller Nielaba

Prof. Dr. Daniel Müller Nielaba, 14:45-15:45 -
KOL G 210

Leistungsnachweise erfüllen herkömmlicherweise ausschliesslich den Zweck der Leistungsüberprüfung und des wissenschaftlichen Kompetenzbelegs. Insbesondere schriftliche Hausarbeiten wandern ins Archiv und bleiben in der Folge unbeachtet und ungenutzt. LiteraturWissen setzt hier mit einem völlig differenten Ansatz an: Leistungsnachweise, die im Rahmen des literaturwissenschaftlichen Mastermoduls "Vermittlung" erbracht werden, sollen in Zukunft als digital basierte interaktive  Lehr-/Lerneinheiten entwickelt und produziert werden: An die Stelle der 'klassischen', als Wissensarchiv kaum oder gar nicht nutzbaren Seminararbeit tritt das sowohl wissenschaftlich wie didaktisch profilierte digitale Mini-Modul. Literaturwissenschaftliche Problemstellungen aus dem Masterstudium werden auf diesem Wege produktiv verwendbar als Selbststudieneinheiten für Bachelorstudierende und als Open Education Ressource für interessierte Kreise wie beispielsweise Mittelschullehrkräfte.

 

Living Statistics am Beispiel der eigenen Körpergrösse

Prof. Philipp Theison

Dr. Kaspar Staub, 14:45-15:45 - KOL E 13

Statistiken und Zahlen werden greifbarer und verständlicher, wenn sie partizipativ „am eigenen Körper“ erfahren werden (Living Statistics). Das “Height-Tool” ist ein innovatives Online-Tool, welches in verschiedenartigen Kursen an verschiedenen Fakultäten zu quantitativen Methoden generell oder spezifisch zu Körpergrösse/Wachstum eingesetzt werden kann. Die Körpergrösse als thematischer Aufhänger eignet sich für das Projekt deshalb besonders gut, weil jeder Mensch eine Grösse hat, sich etwas darunter vorstellen kann, und dennoch aufgrund der starken genetischen Komponente nicht beeinflussen kann, wie gross/klein er/sie ist. Im Zuge der praktischen Unterrichtseinheit (quasi einer kleinen Live-Studie) erheben die Studierenden auf freiwilliger Basis an sich selbst Daten (Körpergrösse und einige Kontrollvariablen) und geben diese anonymisiert in das Online-Tool ein (Datenschutz gewährleistet). Mit Hilfe des Tools können danach einfache Analysen (Masse der zentralen Tendenz, Verteilung, etc.) automatisiert vorgenommen/visualisiert und statistische Grundprinzipien und Probleme (Sample Size, Ausreisser, Bias, etc.) veranschaulicht und mit Hintergrundinformationen ergänzt werden. Durch ansprechende Visualisierungen wird es möglich sein, einerseits sich selbst als Datenpunkt innerhalb der Kurs-Gruppe oder der Schweizer Bevölkerung zu verorten, andererseits wird der eigene Kurs als Gruppe mit früheren/anderen Kursen verglichen. Durch diesen starken und mehrdimensionalen Einbezug der einzelnen Studierenden können Grundkompetenzen im Umgang mit Statistiken und wissenschaftlichen Studien gefördert werden.

Lernvideos erstellen

Lukas Löffel und Anita Holdener

Anita Holdener und Lukas Löffel, 10:00-12:00 - SOC E 002

Videos stossen als Medium der Wissensvermittlung mittlerweile auch an Hochschulen auf grosse Akzeptanz. Oft werden Videos als Ergänzung oder gar als Ersatz zu einer Vorlesung genutzt, um komplizierte Sachverhalte zu erklären, Abläufe, Prozesse oder Zusammenhänge zu visualisieren oder einfach, um kurze Vorträge aufzuzeichnen. Videos erfüllen wie kein anderes Medium die Anforderungen unserer Zeit: Videoinhalte lassen sich zeit- und ortsunabhängig anschauen, stehen bedarfsgerecht und ganz individuell jederzeit zur Verfügung. Zudem kann Wissen auf vielfältige Weise dargestellt werden.

Im Workshop erhalten die Teilnehmenden Tipps & Tricks, wie sie mit Bordmitteln gute Videos erstellen und wie sie mit den Programmen "Quicktime" oder "Powerpoint" auf die Schnelle sogenannte Screencasts produzieren können. Zudem vermittelt der Workshop Grundlagen zur Erstellung von Lernvideos mit dem Videobearbeitungsprogramm Camtasia. Für den Kurs werden ein eigener Laptop sowie Kopfhörer benötigt.

Interessierte Teilnehmer können den Workshop auch als Teil der Tutor*innenqualifikation der UZH absolvieren. Als Präsenz-Baustein gehört zu den vertiefenden Zusatzkursen des Qualifikationsprogrammes. Der Baustein hat einen Workload von ca. 5 Stunden und kann mit der regulären Modulbuchung (unter Studiengang "Start! Tutor*innenqualifikation") belegt werden. Als Lernnachweis muss ein kurzes Lernvideo eingereicht werden.

Der Workshop wird von Anita Holdener und Lukas Löffel (Digitale Lehre und Forschung, Dekanat Philosophische Fakultät) durchgeführt. Bei Fragen bitte an dlf@phil.uzh.ch wenden.

Die Teilnehmer*innenzahl ist auf max. 10 Personen beschränkt. Bei grosser Nachfrage wird der Workshop am Montag, 14. November 2018, von 16-18 Uhr erneut durchgeführt.

Design Your Thinking! Ideenwerkstatt für eine innovative tutorielle Lehre

Thomas Czerwionka

Thomas Czerwionka und
Dr. Angela Carell, 13:00-15:45 - KOL G 212

In diesem Workshop entwickeln die Teilnehmenden Ideen für Tutorien der Zukunft mit den Methoden des Design Thinking. Sie setzen sich mit innovativen Lehrformen auseinander, werden sich der Herausforderungen der Rolle der Tutor*innen und der Studierenden in Tutorien bewusst und entwickeln erste Lösungsansätze für Lehrformate und -settings, die sie in Form von Prototypen visualisieren.

Interessierte Teilnehmer können den Workshop auch als Teil der Tutor*innenqualifikation der UZH absolvieren. Als Präsenz-Baustein gehört zu den vertiefenden Zusatzkursen des Qualifikationsprogrammes. Die Absolvierung des Bausteins beinhaltet einen Workload von ca. 5 Stunden (inkl. Workshop) und kann mit der regulären Modulbuchung belegt werden (unter Studiengang "Start! Tutor*innenqualifikation@UZH"). Der Leistungsnachweis besteht in der aktiven Teilnahme am Workshop und in einer kleinen schriftlichen Reflexion nach dem Workshop.

Die Teilnehmer*innenzahl ist auf max. 20 Personen beschränkt. Bei grosser Nachfrage wird der Workshop am Montag, 26. November 2018, von 13-17 Uhr erneut durchgeführt.