Rückblick Tag der Lehre 2018

Apéro im Lichthof

Dieses Jahr feierte der Tag der Lehre sein 10. Jubiläum. Mittlerweile hat er seinen festen Platz im akademischen Jahr eingenommen und ist zum Sinnbild für den Diskurs über universitäres Lehren und Lernen geworden. Unter dem Motto «genial digital» versammelten sich auch dieses Jahr Dozierende und Studierende aus allen Fakultäten, um in verschiedenen Veranstaltungen über Möglichkeiten und Chancen der Digitalisierung in der universitären Lehre nachzudenken.

Genial digitale Projekte

Impression Workshop
Impression Workshop
Teilnehmer*innen des Workshops "Living Statistics" lernen ein innovatives Online-Tool kennen

Sechs zentrale Workshops boten einen Einblick in genial digitale Lehrprojekte aus unterschiedlichen Disziplinen. Die Geografin Sara Fabrikant beispielsweise präsentierte ein im Rahmen des Lehrkredits entwickeltes Online-Tool, das die Förderung von Schreibkompetenzen in Veranstaltungen mit vielen Studierenden mithilfe von Peer-Feedback erleichtern soll. Im Workshop von Stefan A. Keller ging es um die Frage, wie sich die Zusammenarbeit von Tutor*innen und Dozierenden gestaltet und inwiefern diese optimiert werden kann. Literaturwissenschaftler Daniel Müller Nielaba beschäftigte sich mit digitalen Leistungsnachweisen im Rahmen der geplanten Plattform «LiteraturWissen», für die Masterstudierende interaktive Leistungsnachweise entwickeln und produzieren, die anschliessend als Selbststudieneinheiten für Bachelorstudierende oder Mittelschullehrkräfte genutzt werden können. Kaspar Staub stellte sein innovatives Online-Tool vor, mithilfe dessen Statistik am Beispiel der eigenen Körpergrösse erfahrbar gemacht wurde. Darüber hinaus fanden zwei Workshops ausschliesslich für Studierende statt, in denen Lernvideos erstellt sowie tutorielle Lehrformate und -settings visualisiert wurden.

Workshop Living Statistics
Angeregte Diskussionen über das Verhältnis zwischen Tutor*innen und Dozierenden

Breites dezentrales Angebot

Indes boten auch die Fakultäten und Institute ein beeindruckend vielfältiges Programm mit insgesamt 17 dezentralen Veranstaltungen an: Die breite Palette reichte von digitaler Theologie und Kunstgeschichte über Blogs und Videos als digitale Werkzeuge bis hin zur visuellen Analyse audiovisueller Daten. Selbstverständlich gab es auch Raum für (medien)kritische Reflexionen, so beispielsweise an einer Veranstaltung des Romanischen Seminars, in der kritisch über die Rolle der Digitalisierung in Lehr- und Lernprozessen nachgedacht wurde.

Abschlussveranstaltung mit Würdigung

Der Tag der Lehre endete traditionsgemäss mit einer feierlichen und vom Dave Ruosch Trio musikalisch umrahmten Abschlussveranstaltung in der Aula.

Ansprache
Prorektorin Prof. Dr. Gabriele Siegert eröffnet die feierliche Abschlussveranstaltung

Prof. Dr. Gabriele Siegert, Prorektorin Lehre und Studium und Vize-Rektorin, führte durch den Abend, an dem ausgezeichnete Arbeiten aus dem Herbstsemester 2017 und dem Frühlingssemester 2018 prämiert und den Absolvent*innen des Teaching Skills Programm und des CAS Hochschuldidaktik ihre Diplome überreicht wurden. In seiner Laudation betonte der Rektor Prof. Dr. Michael Hengartner mit Bezug auf das Motto des Tags der Lehre, dass die Digitalisierung die Welt und damit auch die universitäre Lehre verändere. Am Ende der Veranstaltung waren alle Teilnehmenden – ganz im Sinne von «genial digital» – dazu eingeladen, den Weg zum anschliessenden Apéro mithilfe einer digitalen Schnitzeljagd – einem Actionbound – zu absolvieren und dabei spannende Fakten über die Universität zu erfahren.

Digitale Schnitzeljagd
Digitale Schnitzeljagd zum Apéro: Beim Actionbound gab es viel über die Uni zu erfahren

Vielen Dank und bis zum nächsten Jahr!

Wir bedanken uns bei den engagierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die spannenden Diskussionen rund um innovative, geniale digitale Lehre. Nach dem Tag der Lehre ist bekanntlich vor dem Tag der Lehre und so hat die Planung für das nächste Jahr bereits begonnen: Der 30. Oktober 2019 wird im Zeichen der Lehre stehen und zum Diskurs über universitäres Lehren und Lernen einladen.

 

(Bilder: UZH, Frank Brüderli)