Programm zentrale Veranstaltungen

Programm zentrale Veranstaltungen
Prof. Greta Patzke

Prof. Dr. Greta Patzke:

Lehrperson 2020: Human Error oder Win-Win?

Viele klassische Funktionen von Lehrpersonen werden heute in den digitalen Raum ausgelagert, wie etwa Erklärungen, praktische Demonstrationen, Repetitionen etc.  Wandelt sich das Aufgabenspektrum der Dozierenden dadurch insgesamt, etwa von der primären Wissensvermittlung zu Skill Management und Karriereberatung? Nimmt durch die digitalen Lehrmittel der Wunsch nach persönlicher Auseinandersetzung mit Dozierenden stetig ab - oder eher wieder zu?  Gewinnen Dozierende mehr Freiheiten durch elektronische Hilfsmittel - oder steigen nur die Erwartungen an deren Gestaltung bei gleichem Inhalt? Diese und andere Fragen diskutierenden Lehrende und Studierende mit der Lehrpreisträgerin 2017, Prof. Dr. Greta Patzke.

 


Dr. Saskia Ruth

Dr. Saskia Ruth:

Brettspiele in der Universitätslehre

Was bedeutet es die Brettspiel-Entwicklung zum Gegenstand einer Lehrveranstaltung zu machen?  Ein (Brett-)Spiel zu entwickeln erfordert den Lerngegenstand zu durchdringen, komplexe Inhalte zu beleuchten, unterschiedliche Perspektiven gegenüberzustellen und einen Transfer inhaltlicher Aspekte in verschiedene Spielelemente zu leisten. Die Motivation der Studierenden sich komplexe Sachverhalte zu erarbeiten steigt durch so ein ergebnisorientiertes Vorgehen. Studierende werden zu inhaltlichen Experten, die dieses Wissen einbringen können um daraus ein Spiel entstehen zu lassen, das den inhaltlichen Gegenstand der Lehrveranstaltung auch dritten zugänglich machen soll. In unserem Workshop möchten wir das didaktische Konzept der Spielentwicklung anhand unserer Erfahrungen im Rahmen des Lehrkredit-Projektes „Brettspiele in der Lehre - Das Forschungsthema Demokratie als Bildungsspiel“ vorstellen. Basierend auf dem didaktischen Ansatz des „playful learning“ haben wir in diesem Projekt gemeinsam mit Studierenden der Politikwissenschaft ein Demokratiespiel entwickelt.

 


Dr. Tobias Eichinger

Dr. Tobias Eichinger:

Gamifiziertes E-Tool für biomedizinische Ethik

In der biomedizinischen Ethik stehen Fragen und Probleme im Zentrum, für die es keine einfachen Lösungen oder eindeutigen Antworten gibt: Wann ist es erlaubt, beim Sterben zu helfen? Wie verteilt man die im Gesundheitssystem begrenzten Ressourcen am besten? Soll Abtreibung erlaubt sein? Was tun, wenn ein Patient eine lebensrettende Bluttransfusion aus religiösen Gründen ablehnt? Wann darf ein psychisch kranker Mensch gegen seinen Willen behandelt werden? In der klinisch-ethischen Praxis gilt es oft, unterschiedliche Standpunkte und Werturteile mehrerer Personen zu berücksichtigen, um gute und vertretbare Entscheidungen zu treffen. Das Einnehmen verschiedener Perspektiven, der Austausch, die Diskussion und das Abwägen relevanter Argumente sind hier unverzichtbar. Für die Ausbildung von Medizinstudierenden heisst das, diese analytischen und diskursiven Kompetenzen möglichst praxisnah zu schulen. Zu diesem Zweck wird ein E-Learning-Tool eingesetzt, in dem moralische Dilemmata der klinischen Praxis durchgespielt und in einem strukturierten Ablauf konkrete Lösungsoptionen erarbeitet werden können.

 


Prof. Philipp Theison

Prof. Dr. Philipp Theisohn:

Schweizer Buchjahr Mooc Style Online Kurs

Wie lässt sich ein theoriegesättigtes, auf Lektüre und Auslegung aufbauendes Fach wie die Literaturwissenschaft mit der Schnelllebigkeit und Aufmerksamkeitsökonomie des Literaturbetriebs verknüpfen? Das «Schweizer Buchjahr» hat diese Frage zum Ausgangspunkt seines didaktischen Konzepts gemacht und führt seit 2016 Studierende der Germanistik an die Schnittstellen von Akademie und Öffentlichkeit heran. Dabei werden erstens Grundlagen der Literaturkritik vermittelt, zweitens Medienkompetenzen geschärft und drittens auch tatsächlich verschiedene Wege in die Praxis öffentlichen Schreibens und Sprechens über Literatur beschritten. Der Workshop soll die didaktischen Herausforderungen, Chancen und Probleme einer Lehre auf der Schwelle zwischen Seminarraum und Kulturjournalismus beleuchten, die Bedeutung der digitalen Lehrelemente analysieren, sowie die Frage nach der Übertragbarkeit und dem Modellcharakter des Lehrprojekts diskutieren.

Dr. Eva-Christina Edinger

Dr. Eva-Christina Edinger:

"innovative & interaktive tutorielle Lehre"

Beim Studierendenpanel steht das Motto „interaktiv & innovativ“ im Fokus. Gemeinsam mit den teilnehmenden Studierenden werden mit Methoden des Design Thinkings Ideen für Tutorien der Zukunft entwickelt. Im Kern geht es um die Frage, was interaktive und innovative tutorielle Lehre ausmacht und wie diese gelebt werden kann.

Dazu setzen sich die Studierenden unter anderem mit den Themen „Peer Learning“, „Lehr-Lernsettings“ sowie dem „Einsatz von digitalen Technologien“ auseinander. Ziel ist es, erste Ideen und Lösungsansätze für innovative Lehrsettings zu entwickeln und diese in Form von Prototypen zu visualisieren.