Rückblick Tag der Lehre 2017

Apéro im Lichthof

Das Motto interaktiv & innovativ lud am diesjährigen Tag der Lehre zu inspierierenden und vielfältigen Diskussionen und Begegnungen ein. Die teilnehmenden Lehrenden und Studierenden befassten sich in dezentral und zentral organisierten Veranstaltungen mit dem Thema "interaktive und innovative Lehre".

Interaktive & innovative tutorielle Lehre

Impression Workshop
Impression Workshop
Teilnehmende am Workshop von Dr. Eva-Christina Edinger bei der Entwicklung von "Personas"

Im Fokus dieses Workshops stand explizit die studentische Perspektive. Ziel war es gemeinsam aktiv Ideen zu innovativer und interaktiver tutorieller Lehre zu entwickeln. Als Ausgangslage wurden dafür – auf Basis des Konzeptes des Design Thinkings – sogenannte "Personas" (Archetypen) von Studierenden entwickelt. Für diese fiktiven, „typischen“ Studierenden wurden Semesterabläufe mit allen Hürden und Stolperfallen entworfen. Die so identifizierten Herausforderungen dienten wiederum als Ausgangslage, um potentielle Unterstützungsangebote im Rahmen der tutoriellen Lehre zu konzipieren und zu visualisieren. Entstanden ist ein buntes Spektrum an Perspektiven, Erkenntnissen und Ideen für zukünftige Tutorien an der UZH.

Lehrperson 2020 und Brettspiele

Impression Workshop
Impression Workshop
Am runden Tisch mit Dr. Saskia Ruth

"Was können wir, was Maschinen nicht können?" Das fragte die Lehrpreisträgerin 2017, Prof. Greta Patzke, mit Blick auf die Zukunft in einer aktiven Podiumsdiskussion. Teilnehmende wurden dazu angeregt, animiert über die Feinheiten und Stolpersteine auf dem Weg zur bestmöglichen Lehre zu diskutieren.

Mit gleichem Elan wurde in der parallel stattfinden Veranstaltung von Dr. Saskia Ruth über eine andere Frage diskutiert: "Was bedeutet es, die Entwicklung eines Brettspiels zum Gegenstand einer Lehrveranstaltung zu machen?" Die Teilnehmerinnen erhielten Anregungen, Bildungsspielentwicklung als Weg zu verstehen, Studierende (auch) mit analogen Settings für ein Fachthema zu begeistern und dessen Komplexität zu durchdringen.

E-Tools und Onlinekurse

Prof. Dr. Philipp Theisohn stellte das didaktische Konzept seines Projektes Schweizer Buchjahr vor, in welchem Studierende lernen, Praxis und Theorie - sprich, den Schweizer Literaturbetrieb und die Literaturwissenschaft - zu verknüpfen. Eine Idee, die auch in Fachbereichen ausserhalb des Deutschen Seminars auf grossen Anklang stiess und dazu inspirierte, in der abschliessenden Fragerunde Weiterenentwicklungsmöglichkeiten zu diskutieren und Transferideen zu entwickeln.

Dr. Tobias Eichinger
Zoom (JPG, 580 KB)
Dr. Tobias Eichinger diskutiert mit Teilnehmern

Auf grosse Resonanz stiess ebenfalls die Präsentation des E-Tools für biomedizinische Ethik von Dr. Tobias Eichinger. Das spannende blended learning Setting regte nicht nur didaktische Diskussionen an. Auch über die kniffligen Fragen der Ethik fand - über die UZH hinaus, beispielsweise für die gymnasiale Lehre - ein angeregter Austausch statt.

Vielfältiges dezentrales Programm

Impression Workshop
Impression Workshop
Intensives Diskutieren zu Bologna 2020 am Romanischen Seminar

Begleitet wurden die Workshops von einem breiten Angebot an dezentralen Veranstaltungen, welche von diversen Fakultäten und Instituten angeboten wurden. Unter anderem konnte man sich dabei anhand von Performances über neue, praktische Forschungsmethoden in der Psychologie informieren, sich in einem offenen Austausch am Romanischen Seminar mit den Veränderungen durch Bologna 2020 beschäftigen, am Universitätsspital eine live-Demonstration einer virtuellen Rekonstruktion von Knochenfrakturen erleben und mit einer HoloLens-Brille in der einer Mixed Reality-Welt zurechtfinden. Wem bei all dem Denken und Erfahren der Magen knurrte, konnte sich in einer gemeinsamen Pause mit den Workshop-Teilnehmern austauschen und dabei köstliche libanesische Spezialitäten der Organisatoren des „Rundgangs durch die libanesische Kultur“ am Asien-Orient Institut geniessen. Eine audiovisuelle Begleitung bot das Sprachenzentrum der Universität Zürich, welches zur Zeit sein 25. Jubiläum feiert, in einer Präsentation mit Filmen und Informationsstand.

Impression Pausenraum
Gemeinsamer Austausch mit Leckereien im Pausenraum

Abschlussveranstaltung und Apéro

Begleitet vom Dave Ruosch Trio moderierte Prof. Gabriele Siegert, Prorektorin Geistes- und Sozialwissenschaften, die Abschlussveranstaltung. Eingeleitet von einer Laudatio des Rektors Prof. Michael Hengartner wurden sehr gute Semesterarbeiten prämiert und Absolventen der Teaching Skills und CAS Hochschuldidaktik gewürdigt. Zuletzt inspirierte ein Aufruf zum Griff unter den Stuhl, wo jeder Besucher eine Origami-Glühbirne entdeckte, zur weiteren Reflektion: "Was ist Ihre persönliche Innovation?" Dieser Frage konnte man auch gleich im lockeren Gespräch und mit Zucchetti-Häppchen in der Hand beim anschliessenden Apéro im Lichthof nachgehen.

Danke - und bis bald!

Wir freuen uns über das zahlreiche Erscheinen von interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern und die spannenden Diskussionen – Danke!

Die Planung für den nächsten Tag der Lehre hat bereits begonnen: am 7. November 2018 wird das Thema Lehre wieder mit abwechslungsreichen und anregenden Veranstaltungen ins Zentrum gestellt.

Blick in die volle Aula

(Bilder: UZH, Frank Brüderli)