Dezentrale Veranstaltungen

Englisches Seminar

Unter dem Titel «Integrating Research: A Student Perspective» stellten Bachelor- und Masterstudierende des englischen Seminars ihre jeweiligen Forschungsprojekte in der Sprach- und Literaturwissenschaft vor. In Inputreferaten erläuterten vier Studierende, wie sie ihr Forschungsthema eingegrenzt und konkrete Forschungsfragen gefunden hatten. Die anschliessende Plenardiskussion ging dann unter anderem detaillierter auf die Rolle der Dozierenden beim Betreuen einer Arbeit ein. Von den Studierenden wird insbesondere geschätzt, dass der Forschungsprozess auf Bachelorstufe von den Dozierenden intensiv begleitet wird, damit sie so die nötigen Fähigkeiten erwerben können, um auf der Masterstufe eigene Forschungsprojekte selbständiger durchzuführen. Die Bachelorarbeit wird als willkommene Chance angesehen, schon auf Bachelorstufe eine längere Arbeit zu verfassen und dies zu üben. Ebenfalls positiv wird das Peer-Review im Forschungsprozess gesehen. Das Englische Seminar wird aufgrund der am «Tag der Lehre» geführten Diskussion nun konkret Massnahmen ergreifen, die dazu geeignet sind, diesen Peer-Review stärker institutionell zu unterstützen (z.B. im Rahmen einer von Doktorierenden für Masterstudierende organisierten Graduate Conference).

Institut für Computerlinguistik und Institut für Informatik

Prof. Dr. Karl Aberer, Vice-President for Information Systems der EPFL, erläuterte die grosse Bedeutug der MOOCs (Massive Open Online Courses) an der EPFL. Dabei betonte er, dass diese Kurse für die weltweite Sichtbarkeit einer Hochschule immer wichtiger werden.                                                                                                       Prof. Dr. Abraham Bernstein, Leiter der Dynamic and Distributed Information Systems Group am Institut für Informatik der UZH, beschrieb ganz konkret, mit welchem Aufwand das Erstellen eines MOOC verbunden ist. U.a. wies er darauf hin, dass die Korrektur von Übungen in erfolgreichen MOOCs wegen der zum Teil riesigen Teilnehmerzahlen nur noch machbar sei, wenn sie vollständig automatisiert werden könne. Weitere Details zum Referat von Prof. Dr. Abraham Bernstein sind hier nachzulesen.

Institut für Erziehungswissenschaft

Am «Tag der Lehre» 2013 diskutierten rund 35 Dozierende und Studierende im Lehr-Café des Instituts für Erziehungswissenschaft über die «Betreuung und Bewertung von schriftlichen Arbeiten». Der Gedankenaustausch in den drei lehrstuhlübergreifenden, mit Studierenden und Dozierenden besetzten Arbeitsgruppen zu den Themen «Konzept», «Betreuung» und «Bewertung» zeigte erstaunlich homogene Einschätzungen zu den folgenden Aspekten:                                                - Grosse Bedeutung für das Gelingen einer schriftlichen Arbeit hat das ausgearbeitete Konzept. Hilfreich sind Leitfäden für die Studierenden, die Anforderungen und Erarbeitungsschritte eines Konzeptes aufzeigen sowie den Studienzweck und lernbezogenen Sinn einer schriftlichen Arbeit verdeutlichen. Die BA-Methodenmodule haben sich als eine gute Grundlage für die Erstellung von Konzepten erwiesen. Allerdings werden diese nur von den Hauptfachstudierenden besucht.                          - Bei der Betreuung erweist es sich immer wieder als eine Herausforderung, eine ‚gute’ Grenze zu finden, damit die Arbeit nicht unter der Hand zur Arbeit der Betreuungsperson wird. Eine diskutierte Möglichkeit wäre, die Betreuung und Bewertung an unterschiedliche Personen zu delegieren. Eine weitere Erkenntnis ist, dass die Betreuung stark an die Erwartungen an eine gute Arbeit und somit an die Bewertungskriterien gekoppelt ist.                                                                                   - Für die Bewertung von schriftlichen Arbeiten bewähren sich (relativ) offene Kriterienkataloge, die die Betreuungsperson dazu anhalten, die Arbeitsleistungen entsprechend der Kriterien zu fokussieren, zu interpretieren und zu gewichten. Bedauerlich ist, dass es in den Bologna-konformen BA- und MA-Studiengängen nur noch wenige Veranstaltungen gibt, die frei sind von Bewertungsdruck.

Institut für Populäre Kulturen

Das Institut für Populäre Kulturen lud am 5. «Tag der Lehre» interessierte Studierende und Dozierende zu zwei Veranstaltungen ein: zum einen zu einer offenen Diskussionsrunde über Mittag zu Lehrformen und Leistungsnachweisen, zum anderen zu einem Workshop für Master- bzw. fortgeschrittene Lizentiatsstudierende, die sich für die Übernahme eines thematischen Tutorats für Bachelorstudierende im Frühjahrssemester 2014 interessieren. Während über Mittag insbesondere die Frage, wie eine verbindliche Vorbereitung als Basis für intensive Auseinandersetzungen mit Texten in Lektüreveranstaltungen erreicht werden könne, Anlass zu regem Austausch bot, erlaubte der Erfahrungsaustausch mit den beiden gegenwärtigen TutorInnen über Herausforderungen im Unterricht Einblick in die Vorzüge und Anforderungen studentischer Lehre. Die geplanten Diskussionsrunden zur Lehre am Institut für Populäre Kulturen im Jahr 2014 werden sich dem neu eingeführten Modul zur Unterstützung beim Schreiben von Bachelorarbeiten sowie dem Unterschied zwischen Bachelor- und Masterarbeiten widmen.

Philosophisches Seminar

Das Seminar gehört in der Philosophie zu den zentralen Lehrveranstaltungstypen. Der «Tag der Lehre» 2013 der UZH sollte den Dozierenden und den Studierenden der Philosophie die Gelegenheit bieten, gemeinsam zu erörtern, was ein gutes Seminar ausmacht. Die Veranstaltung umfasste kurze Referate von Dozierenden und Studierenden sowie gemeinsame Diskussionen. Von Studierendenseite wurde die Wichtigkeit des respektvollen Umgangs sowie einer ausgeprägten gegenseitigen Feedback-Kultur betont. In einer bereits angedachten Nachfolgeveranstaltung soll diskutiert werden, wie die für die Philosophie zentrale Selbstkritik und die Entwicklung einer Fragehaltung weiter gefördert und die Rückmeldungen sowohl von Studierenden als auch von den Dozierenden verbessert werden können.

Religionswissenschaftliches Seminar

Die Diskussion am «Tag der Lehre» diente dazu, reinen Tisch zu machen: Der Fachverein und die Dozierenden luden dazu ein, alles, was bezüglich Studium und Lehre auf dem Herzen liegt, einzubringen und auszudiskutieren. Zu klassischen Themen wie dem Verhältnis von Pflicht- zu Wahlveranstaltungen oder der Form von Leistungsnachweisen gesellten sich auch Fragen zur Methodenausbildung und der Stärkung des Profils des Faches – die Meinungen zu diesen Fragen erwiesen sich dabei gerade unter den Studierenden als höchst vielfältig. Als Resultat des Tages wurden diverse Massnahmen protokolliert.

Seminar für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft

Lehrende, Assistierende und Studierende des Seminars für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft und der Slavistik haben am «Tag der Lehre» über Heureka-Momente gesprochen. Da die Inspiration zu ihrer Zeit kommt, stand im Vordergrund die Frage nach den Umständen, die produktive Ideen für eine Forschungsarbeit auch im Kleinen, wie etwa einer Seminararbeit, begünstigen: Intensive und wiederholte Beschäftigung mit dem Forschungsmaterial, die Ermutigung der Studierenden, dem eigenen Denken zu vertrauen, der Blick auf andere Disziplinen, Schreiben ohne Ziel, Unbehagen gegen begriffliche und theoretische Modeströmungen in der Wissenschaft kamen zur Sprache als Konstellationen, die erfinderisch machen. Diskutiert wurde auch, inwiefern gerade Missgeschicke für ein Projekt weiterführend sein können: So vergass etwa der Schriftsteller Peter K. Wehrli bei seiner Reise mit dem Orientexpress den Fotoapparat zu Hause – ein Versäumnis, das zu seinem Langzeitprojekt Katalog von Allem führte, in dem Schnappschüsse mit wenigen Worten statt mit der Kamera festgehalten sind. Lassen sich derartige Versuche, aus der Not eine Tugend zu machen, auch auf wissenschaftliches Arbeiten übertragen? Neben der guten Idee, so war man sich einig, bedarf es beim wissenschaftlichen Arbeiten auch einer umsichtigen Betreuung durch erfahrene Lehrpersonen. Die Kunst des wissenschaftlichen Arbeitens zeigt sich letztlich darin, wie der zündende Funke auch in eine Forschungspraxis mündet, die den Standards eines Faches genügen. Die Lehre motivierend auf diese Prozesse hin zu orientieren, wurde schliesslich als Ziel guter Lehre festgehalten.

Vetsuisse Fakultät

Siehe dazu den Artikel in den VetsuisseNews (1/14) "Prüfungen – Eine Herausforderung für Lehrende und Lernende" über die Podiumsdiskussion zum Thema anlässlich des Tags der Lehre 2013.